DGT Wanderweekend 2017 "Muotathal"

Muotathal- Pragelpass- Richisau- Klöntalersee- Glarus

Glücklicherweise wurde die 2-Tageswanderung, nach den heftigen Regenschauern im August, im September nachgeholt.

 

Wie immer war der Treffpunkt beim Bahnhof in Eschlikon wo sich Bubu, Peter Brändle, Max, Claude, Maya, Röbi, Peter, Louis (Claude’s Bruder) und Chris trafen. David stiess erst später bei der Anreise dazu.

Die Anreise erfolgte mit dem Zug und endete mit dem Postauto. Die Umsteigezeit war sehr kurz, fast zu kurz für einen Toilettengang! Ich sah wie Max in aller Seelenruhe die Toiletten aufsuchte. Was der kann, kann ich auch… und ich bin jünger und schneller…. Zum Glück wurde ich im Bus von Robin vermisst und er liess das anfahrende Postauto stoppen. Dies kam auch Max zugute. Nun sassen wir wieder komplett im Postauto und genossen bei schönstem Wetter die Fahrt ins Muotathal. 

Durch abwechslungsreiche Landschaften wanderten wir bis zum Abzweiger „Gross Band“. Es wäre jammerschade gewesen, hätten wir den kürzeren Weg genommen. Denn ein imposantes Felsband ragte neben dem Weg in die Höhe. Sogar die nicht-schwindelfreien konnten die schöne Aussicht und den faszinierenden Weg geniessen. Kritischere Passagen waren mit einem Seil gesichert. Die steilen Abhänge zur rechten Seite hatten meistens Bäume und Sträucher die dem Abgrund dämpften. Ameisenlöwen säumten den Weg. Die Larven einer Fliegenart harren in einem feinsandigem Trichter auf ihre Ameisenopfer. Wagte sich eine Ameise in diese Vertiefung schnellte eine weissliche Raupe vor. Ein heftiges gezappel und fort waren sie.

In einer Neandertaler-Halbhöhle in dem grossen Felsband sass Bubu und genoss sein Picknick. Wir können nicht widerstehen und gesellten uns zu ihm. Die Andern stürmten bereits weiter und genossen ihrerseits das Mitgebrachte auf einer Wiese nach dem Gross Band.

Die wunderschöne Wanderung führte durch den Bödmeren Wald, dem grössten Fichtenurwald der Alpen. Grosse tiefe Löcher taten sich am Wegrand auf. Doch nicht einmal alte Ehefrauen verschwanden darin. Kaltsteinplatten wurden durch die Jahrhunderte vom Regen ausgewaschen. Die Rinnsale bildeten scharfkantige Rillen, eine neben der Anderen. Wunderschöne Gebilde, nur einen Sturz sollte man der Gesundheit zu liebe vermeiden. Am silbernen Karstgebirge vorbei wandernd, erreichten wir den Pragelpass. Die Alpwirtschaft konnten wir nicht links liegen lassen. Die Einen genossen Würste, die Andern Glace oder nur einen Saft. Wir hätten noch lange sitzen bleiben können! Doch der Abstieg nach Richisau stand uns noch bevor. Wenn der Wirt des Gasthauses Richisau gewusst hätte, wie sehr wir uns zwingen mussten unsern Weg fort zu setzen, hätte er nicht Hildegard angerufen: Wo wir seien? Diese ordnete die geringfügige Verspätung sicher einem Unfall zu und war erleichtert als sie, über Peters Telefon, uns endlich erreichen konnte. Sie kennt jetzt jede Telefonnummer der DGT-ler. Im Gasthaus bezogen wir unsere Doppelzimmer und lernten beim Abendessen die Glarner Spezialität „ Netzbraten mit Stampf“ kennen. Lecker! Es ist ein Brätbraten mit Kartoffelstock. Beim Rotwein genossen wir das gemütliche Beisammen sein.

Am nächsten Morgen: „Ja! Alt werden ist nichts für Weicheier!“ Aber Deltapiloten waren ja noch nie Weicheier, also Schmerztablette rein und weiter geht es an den Klöntalersee. Dem Ufer entlang sehen wir herrliche Bilder. Einen Wasserfall der bei Regenwetter gleich zwei grosse Bachbette füllt, durch die uns der Weg führte. Zu unserem Glück hielt das trockene Wetter, denn bei heftigem Regenschauer sähe ich da kein Durchkommen. Ueber all treten Quellen aus dem Felsen. Breite Bäche wurden so gespiessen. So breit dass, ein unaufmerksamer Wanderer gar nicht realisierte, dass das Quellenwasser war.

Bei einem Felsvorsprung mit Bank warten wir auf einander. Kaum war der Letzte eingetroffen, wartete der ehemalige Glarner, Peter, die Ausruhphase nicht ab, sondern eilt davon. Schwupps und weg ist er! 

Gemütlich geht es an bemoosten Steinen weiter, auf denen kleine Bäume ruhen. Bonsai-Künstler hätte hier am Werk sein können. Beim Campingplatz mit Restaurant begann es zu regnen. Peter hätte uns nicht reinwinken müssen, so perfekt war der Zeitpunkt. Er strahlt uns mit Zigerbrötchen und Weisswein entgegen. Er werde in einer Woche 70 Jahre jung. Deshalb hat er uns aus Glarus diese Spezialität organisiert. Mmmm.... nochmals vielen herzlichen Dank!!!

Der Regen wurde unberechenbar, sanft und heftiger. So entschieden wir uns die wasserdichten Sachen anzuziehen. Der Regen konnte uns nichts anhaben. Wir genossen den Weg mit der alten Steinbrücke die ein Bachtobel überquerte. Alle trafen nacheinander. Peter der Ortskundige übernahm die Führung der Gruppe. Nein das stimmt nicht ganz. Die Spitze war Bubu der nur nicht mehr zu sehen war.

Nach einiger Zeit sahen wir Claude, Louis und Chris uns vom rechts abgehenden Weg zuwinken. Eine weitere Möglichkeit nach Glarus zu gelangen. Wir diskutierten.  Nach gegenseitigem zuwinken setzen wir unseren Weg fort und missachteten damit die Grundregel immer abzuklären was die Kameraden machen. Nichts da! Die Drei waren ja keine Weicheier! Sie liefen bis ins Tal hinunter, wo ein netter junger Mann, den sie nach dem Weg fragten, sich anerbot sie nach Glarus zum Bahnhof zu fahren. Da Max und Claude bereits des Öfteren in Glarus in derselben Gastwirtschaft eingekehrt sind, trafen wir uns dort wieder zum Bier und Kürbissuppe.

Vielen herzlichen Dank Claude, dass du wieder eine so schöne Wanderung organisiert hast. Es war traumhaft schön. Immer wieder zeigst du uns wunderschöne Gegenden! Wir freuen uns bereits auf das nächst Jahr. 

Maya

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