DGT-Wanderweekend Vogesen/Elsass 2013

Wandern in den Vogesen, im Elsass. Ist das schön dort zu Wandern? Im Elsass gibt es guten Wein und gutes Essen aber Wandern? Ja, es ist herrlich! Die Ballons, ein Hügel nach dem andern, verbergen unerwartete Schönheiten.
Wieder führte Claude Villars uns in eine fantastische Gegend. Nach der letztjährigen Wanderung beim Rigi war es bestimmt schwer für ihn etwas vergleichbar schönes auszudenken. Aber es ist ihm voll und ganz gelungen.
Ich kann
nicht sagen welche von beiden Wanderungen die schönere war. Beide sind anders aber beide sind genial.

 

So, nun habt ihr den hinterlassenen Eindruck der Wanderung und das war's!?

Nein, nein! Ich möchte euch wieder „glustig“ machen auf nächstes Jahr, denn ich hoffe stark Claude organisiert auch 2014, wie in den letzten dreissig Jahren, wieder eine Wanderung.

Die Anreise organisierte Claude mit einem Kleinbus, für 14 Personen. Röbi stellte sich spontan als Fahrer zur Verfügung. Wir waren jedoch insgeamt 16 Teilnehmer. Dorothea, Philipp, Andrea, David, Monika, Camil, Fabienne, Claude, Bubu, Peter, Rolf, Kurt, Hansi, Max, Röbi und Maya. Dorothea, Philipp und Rolf fuhren ab Zürich gemeinsam mit dem eigenen PW. Wir trafen sie in Metzeral, wo unsere Wanderung begann.

Mit Freuden begrüssten wir zwei neue Gesichter in unserer Runde. Dorothea eine Kollegin von Philipp und Andrea eine Wanderkollegin und Reptilienkollegin von Claude.

Im feuchten Wald entlang einem Bächlein nahmen wir den Anstieg in Angriff. Die wild umher liegenden Steine mit den belaubten Bäumen bildeten herrliche Bilder. Die Kobolde, Elfen und Feen späten verschmitz hinter den bemoosten Steinen hervor. Die richtige Wegfindung war „tricki“, doch wir liessen uns nicht in die Irre führen und erklommen den schönen Anstieg durch den Wald. Romantische Seen lockten zu einem Bad, doch dafür war es noch zu früh.

Zu oberst auf der offene Kuppe des Ballons, mit der herbenGrasbewachsung, konnten wir unter uns das Dach unserer Mittagsrast in der Lichtung ausmachen. Der Abstieg über Steintritte im Wald zog uns in seinen Bann. Das erklingen von Kuhglocken gab dem Ganzen noch eine zusätzliche Note. Auf der Lichtung angekommen entdeckten wir die Trägerinnen der Glocken die dassaftige Gras genossen. Unter einem kühlendem Baum, denn das Wetter war herrlich, erwarteten uns die einladenden Tische und Bänke. Eine gastfreundliche Bewirtung liess uns schnell den grössten Durst löschen. Am St. Martins Felsen, zu dessen Fuss die Hütte stand, entdeckten wir eine Kletterseilschaft nach der Anderen. Nach dem genussvollen verspeisen des Münster- und Vollrahmkäses mit Speck durfte der Mittagsschlaf (Verzeihung power nap) in der Wiese nicht fehlen. Ausgeruht und voller power ging es über einen breiten Weg weiter. Nach dem links Abzweigen im Wald wurde der Weg schmal. Der Singeltrail führte uns an einer Warntafel „im Winter nicht begehbar“ vorbei. Immer felsiger wurde der Weg. Riesige Felsbrocken die dicht aneinander lagen bildeten einen ca. 1-1,5 Meter breiten Weg, das sich dem Berg entlang hochsäumte. Die Eindrücke waren gewaltig! Hält hier der Baum den Felsenbrocken oder der Felsenbrocken den Baum? Über Rastplätze die auf Felsnasen platziert waren erreichten wir den „Col de la Schlucht“ Hatten die Auto- und Motorradfahrer beim erreichen der Passhöhe auch so eindrücklich Naturerlebnisse?

Von der Teerstrasse links abbiegen in einen Wind gepeitschten Buchenwald. Der lichte Wald mit seinen verknorksten Bäumen erinnerte mich an die Korkeichenwälder Andalusiens. Die Übernachtungshütte auf der Wiesenkuppe bot 4er bis 12 Zimmer an. Der Hunger trieb uns nach dem Apéro in der Nachbarsbeiz zum Essen. Nach der feinen Suppe führten wir Gespräche über Gewürze und Würztipps und gelangten beim köstlichen Dessertkuchen an. Beim Wein und gemütlichem Besammensein genossen wir den Abend.

Am nächsten Morgen trafen wir uns frisch gestärkt vom Frühstück vor der Hütte. Etwas stimmt nicht! Claude trug seltsamerweise Wanderschuhe und nicht seine Sandalen! Hatte er uns etwas verschwiegen und uns stand eine verrückte Tour bevor? OK! Lassen wir uns überraschen!

Der zweite Tag führte uns über die weitsichtigen Rücken der Ballons. Die Gemsspuren im Sandweg erinnerten uns an die Tiere, die wir Abends aus dem Hüttenfenster beobachten konnten.

Über die Gras und Heidelandschaft folgten wir dem Kretenweg, der herrlicheAussichten vom Schwarzwald bis zum Jura bot. Fingerhut, Erika und Heidelbeeren säumten unsern Weg. Mmm..! Heidelbeern in Massen. Schon lange nicht mehr so viele Heidelbeeren gesehen, ich liebe sie! Die Angst vor dem gefährliche Fuchsbandwurm hielt mich aber doch noch zurück. Doch mit der Zeit konnte niemand mehr widerstehen. In den Stauden stehend, lachen wir uns mit blauen Mündernschmatzend an. Verdrängt ist die Gefahr des Fuchsbandwurms.

Über den langen Kretenweg von Ballon zu Ballon schliessen wir die Wanderung mit dem Abstieg durch den feuchten Elfenwald mit seinen bemoosten Steinen und feuchten bis nassen Stellen ab. Kaum sind wir aus dem Wald getreten wechselt Claude auch schon sein Schuhwerk. Lachend bestätigt er, dass es wirklich nur die nassen Stellen waren die ihn veranlasst hatten Wanderschuhe zu tragen.

Nach dem die heissen Füsse im Bach neben dem Parkplatz gekühlt waren, lockte das Restaurant zu einem elsässischen feinen Essen. Autofahren mussten ja nur noch Röbi und Philipp so konnte man sich gut ein Glas Wein und einen Schnaps gönnen.

Claude vielen herzlichen Dank für das Organisieren einer erneut herrlichen Wanderung. Ich hoffe von Herzen, dass wir uns auch nächstes Jahr von Dir in die Bergwelt verführen lassen dürfen.

Maya

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